Frankfurt am Main ¨C 25. Januar 2023 ¨C Der Europ?ische Datenschutztag soll f¨¹r die Sicherheit von Daten und Informationen sensibilisieren. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Offline- und Online-Leben immer mehr verschwimmen, ist Aufkl?rung dar¨¹ber, wie wir Daten richtig nutzen und sch¨¹tzen wichtiger denn je.
?Die wahrscheinlich wichtigste Erkenntnis des Aktionstages sollte sein, dass Datenschutz und -sicherheit nicht nur die Probleme anderer sind, sondern, dass man mit eigenen, individuellen Entscheidungen Einfluss darauf nehmen kann, was mit unseren pers?nlichen Daten geschieht¡°, so Dr. Sebastian Schmerl, Director Security Services EMEA bei Arctic Wolf. ?F¨¹r Verbraucher ist es wichtig, wachsam zu bleiben. ?Datensammler¡® begegnen uns tagt?glich, denn der Verkauf dieser Informationen ist ein lukratives Gesch?ftsmodel. So haben z. B. fast alle Online-Plattformen und Social-Media-Apps, die auf den ersten Blick kostenlos scheinen, ihren ganz eigenen Preis: Oftmals ist deren Gesch?ftsmodell darauf ausgelegt, Nutzer mit Werbung zu versorgen und sie dazu so lange wie m?glich in den Apps zu halten oder/und die erfassten pers?nlichen Daten zusammen mit Informationen ¨¹ber Vorlieben und Konsumgewohnheiten weiterzuverkaufen. Diese Apps arbeiten also nicht immer im besten Interesse der Nutzer und entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als Datenkraken, die sehr viele detaillierte und sensible Daten sammeln.¡°
Aber Datenschutz geht weiter als Privacy-Einstellungen und der Entscheidung f¨¹r oder gegen Web-Services oder Apps, besonders f¨¹r Unternehmen ist der Schutz vor dem Datenklau durch Cyber-Kriminelle ein unvermeidbares Thema auf der Agenda.
Der Security Operations Anbieter Arctic Wolf hat anl?sslich des Europ?ischen Datenschutztages am 28. Januar vier praktische Tipps f¨¹r Jedermann zusammengestellt:
Auf die (Cyber-)Hygiene achten!
Duschen, Z?hne putzen, Haare k?mmen: Hygiene ist f¨¹r die meisten ein wichtiger Teil der Alltagsroutine. Anders sieht das h?ufig noch beim Thema ?Cyberhygiene¡° aus. Unter diesem Begriff versteht man Vorsichtsma?nahmen, um sich vor Hackern und Cyberangriffen zu sch¨¹tzen ¨C vom Datenklau bis zum Einbruch in gesch?ftliche oder private Kundenaccounts. Jeder und jede kann jedoch mit einfachen Ma?nahmen, die eigene IT-Hygiene verbessern und zum Beispiel sichere Passw?rter vergeben, einen Passwortmanager nutzen oder Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren, also Nutzung gleich mehrerer Faktoren, um das Sicherheitslevel zu erh?hen. Das ist zum Beispiel ein Passwort in Kombination mit dem Fingerabdruck am Smartphone oder aber eine Push-Nachricht mit einer PIN. Neben einer besseren Absicherung der Zug?nge zu Ger?ten, Apps und Kundenkonten sollten au?erdem regelm??ig die entsprechenden Sicherheitsupdates durchgef¨¹hrt werden und Konten auf verd?chtige Anmeldungen oder unbekannte Ger?tezugriffe ¨¹berpr¨¹ft werden.
Augen auf vor Betr¨¹gern!
Obwohl Cyberkriminelle in den letzten Jahren immer raffiniertere Schadsoftware entwickelt haben, bleiben auch das klassische Phishing und andere Formen der Online-Betr¨¹gereien weiterhin hoch im Kurs. Dabei werden Nutzerdaten f¨¹r kriminelle T?tigkeiten aller Art erbeutet ¨C von der Erpressung, ¨¹ber den Verkauf der Daten bis hin zur Nutzung fremder Identit?ten f¨¹r kriminelle Machenschaften. Deshalb gilt: Wachsam bleiben gegen¨¹ber allen Arten von Social-Engineering- und Phishing-Versuchen, d. h. konkret: keine verd?chtigen Textnachrichten ?ffnen, nie auf Links in E-Mails mit unbekanntem Absender klicken, pers?nliche Daten nicht an unbekannte oder verd?chtige Telefonanrufer herausgeben oder keinesfalls auf Direktnachrichten in Apps antworten, die einfach zu gut klingen, um wahr zu sein. Nicht selten versuchen Angreifer, ihre Opfer zum Beispiel mit dem Versprechen eines gro?en Gewinns zu k?dern, auch wenn diese an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben. Wie in den allermeisten F?llen gilt auch hier: Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Informieren Sie sich!
Smartphone-Apps, Desktopanwendungen und Endger?te k?nnen echte Datensammler sein. Informieren Sie sich dar¨¹ber, welche Details Ihre Apps und Ger?te sammeln ¨C oftmals sind die Standortinformationen meist das geringste ?bel ¨C denn oftmals fragen Apps und Services ¨¹ber sogenannte Service-Grants, die Berechtigungen zur Abfrage von sehr vielen pers?nlichen Datens?tzen z.B. beim Google, Microsoft, oder ?hnlichen Konten an. Die allgemeinen Gesch?ftsbedingungen, aber auch Online-Bewertungen zum Datenschutz der Apps und die Datenschutzfunktionen auf dem jeweiligen Endger?t k?nnen Aufschluss dar¨¹ber geben, welche Daten erfasst werden. Eine App sammelt Informationen, die Sie nicht teilen m?chten? Dann sollte ¨¹berpr¨¹ft werden, ob sich die Datenschutzeinstellungen anpassen lassen. Ist dies keine Option, sollten Sie die App l?schen und stattdessen die Browser-Version verwenden oder gegebenenfalls ganz auf die Nutzung verzichten.
Aktiv werden!
Als B¨¹rgerinnen und B¨¹rger haben wir vielf?ltige M?glichkeiten, uns demokratisch einzubringen ¨C auch in Sachen Datenschutz! Die europ?ische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) regelt bereits viele Datenschutzbelange ¨C insbesondere im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Einzelpersonen, aber auch Gruppen k?nnen jedoch Bedenken ?u?ern, wenn sie weiteren Handlungsbedarf sehen, sich an die Abgeordneten ihres Landkreises wenden und Vorschl?ge f¨¹r gesetzgeberische ?nderungen vorbringen, damit Datensammler zur Rechenschaft gezogen werden k?nnen und zuk¨¹nftig keine weiteren (unn?tigen) Daten mehr sammeln. Solche kollektiven Initiativen k?nnen eine deutlich nachhaltigere und ganzheitlichere Wirkung haben als beispielsweise das Verbot einzelner Apps.
Werden diese vier Tipps beherzigt und die Regeln der Cyberhygiene befolgt, sinkt das Risiko, dass Daten ohne die Kenntnis der Besitzer Online kursieren oder in die falschen H?nde geraten.
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Sarah Schumm und Eva Hildebrandt
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